Etappe 1: Abisko - Nikkaluokta / Vakkotavare
Diese Etappe führt durch den dichten Birkenwald von Abisko und vorbei am Kebnekaise, dem höchsten Berg Schwedens. Nutzt man den Ausstieg bei Singi nach Nikkaluokta kann man diesen Berg nicht nur besteigen, sondern erhält zudem eine wunderschöne Wochentour mit einfacher An-/Abreise. Geht man dagegen weiter bis Vakkotavare kann man das unglaubliche Wildnisgefühl am Teusajaure geniessen.
Im Sommer gehen die meisten von Norden nach Süden, starten also in Abisko. Im Winter ist hier in letzter Zeit eine Trendwende zu beobachten. Möchte man im Winter mit Pulka die Vakkotavare-Variante gehen, sollte man dort starten, da man so die steilen Hänge von Vakkotavare und Teusajaure hochgehen muss und sich so komplizierte Abfahrten durch dichte Birkenwälder ersparen kann. Möchte man die Nikkaluokta-Variante im Winter gehen, muss man die oftmals knappe Schneelage um Nikkaluokta und der Kebnekaise Fjällstation beachten, es ist aber eigentlich kein Problem, ein paar Kilometer zu tragen, oder eben die vielen Seen zu benutzen.
Abisko - Singi
Abisko - Abiskojaure
Einfache Etappe durch Birkenwald. Der Weg ist gut sichtbar wegen der Tagesausflügler von der Abisko Fjällstation. Der Birkenwald wird mit zunehmender Länge der Etappe lichter, irgendwann erreicht man den Abiskojaure. Im Winter kann man die Etappe verkürzen, indem man auf dem Abiskojaure Skifährt.
Im Abisko Nationalpark ist wegen des empfindlichen Untergrundes das wilde Zelten nicht erlaubt. Zelten ist erlaubt bei der Abisko Fjällstation (kostenpflichtig), bei den Abiskojaure Fjällstugorna (kostenpflichtig) sowie an einem gekennzeichneten Platz etwa 7km von der Station entfernt (umsonst). Der Nationalpark wird etwa 3km hinter Abiskojaure verlassen, hier finden sich auch wieder Zeltplätze.
Länge: 14 km
Unterkunft: Abiskojaure (STF) mit Proviantverkauf.
Abiskojaure - Alesjaure
Kurz nach Abiskojaure muss man erst einmal steil bergauf und hat dann die Baumgrenze überschritten. Danach wieder bergab und am See entlang zu den Hütten. Im Winter wieder über den See. Dies ist vermutlich die anstrengendste Etappe, da sie so eintönig ist. Im Sommer kann man sich die letzten 7 km durch eine Bootsfahrt (kostet Geld) sparen.
Länge: 20 km
Unterkunft: Alesjaure (STF) mit Sauna, Proviantverkauf.
Alesjaure - Tjäktja
Die ganze Zeit leicht bergauf. Unglücklicherweise kann man die Tjäktjahütten bereits etwa 10 km bevor man sie erreicht, sehen. Dennoch merkt man jetzt so richtig, wie man ins Hochfjäll kommt. Im Frühsommer kann man schon einige Schneefelder sehen.
Länge: 13 km
Unterkunft: Tjäktja (STF).
Tjäktja - Sälka
Nun muss man den Pass, den höchsten Punkt des Kungsleden überqueren. Dort hat man eine gewaltige Aussicht. Im Frühsommer liegen jetzt hier Schneefelder über den Weg. Im Winter können hier Steighäute von Vorteil sein. Die Sälkahütten sieht man übrigens von Norden kommend erst, wenn man schon einen Fuß in der Tür hat...
Länge: 12 km
Unterkunft: Sälka (STF) mit Sauna und Proviantverkauf.
Sälka - Singi
Man geht durch leicht hügeliges Gebiet durch das Tal, parallel zum Fluß versetzt. Man hat immer wieder gute Aussichten in die östlich anschliessenden Täler, bei gutem Wetter kann man sogar den Kebnekaise sehen. Auf ungefähr halber Strecke steht ein Windschutz. Kurz nach dem Windschutz kann man eine (markierte) Abkürzung zur Kebnekaise Fjällstation nehmen. Hierbei spart man etwa 3 km gegenüber dem Weg über die Singi-Hütten. Ansonsten erreicht man die Singihütten schnell.
Länge: 13 km
Unterkunft: Singi (STF).
Singi - Vakkotavare
Singi - Kaitumjaure
Man geht weiter durch das Tal auf der östlichen Seite des Flusses, bis man diesen auf einer Brücke überquert. Im Winter kann man einen Teil der Strecke auf dem Fluss zurücklegen, jedoch ist dieser ein Fluß und somit erst einmal als unsicher einzustufen. Nun erreicht man schnell
eine Stelle, von der aus man den Kaitumjaure überblicken kann, dann geht es ersteinmal in den Wald hinein, in dem auch die Hütten stehen. Es gibt auch für die Strecke Kaitumjaure - Kebnekaise Fjällstation eine Abkürzung.
Länge: 13 km
Unterkunft: Kaitumjaure (STF) mit Proviantverkauf.
Kaitumjaure - Teusajaure
Man umrundet den Kaitumjaure weiträumig und dann geht es einen Augenblick bergauf. Schnell hat man kilometermäßig den größten Teil hinter sich gebracht. Im Sommer sollte auch
der jetzt folgende Abstieg kein Problem sein. Im Winter mit Pulka kann bei geeigneten Schneeverhältnissen dieser zur Tortour werden.
Länge: 9 km
Unterkunft: Teusajaure (STF) mit Sauna.
Teusajaure - Vakkotavare
Diese Etappe beginnt mit der Querung des Teusajaures. Die einfachste Möglichkeit: Der Hüttenwart fährt einen mit dem Motorboot hinüber. Aber wozu? Man kann doch auch die Ruderboot nehmen und selbst rudern. Das kostet durchaus Zeit und wenn man Pech hat nasse Füsse, dafür ist die Aussicht auf dem See wenn man selbst rudert, sehr schön. Am südlichen Ufer steht ein Windschutz. Der weitere Weg führt auf eine Hochebene. Bei guter Sicht hat man an einer gewissen Stelle eine tolle Aussicht auf das Sarek-Massiv. Hier finden sich auch sehr gute Zeltplätze. Trotzdem muss man leider bergab, um zum Bus und zur Hütte zu kommen. Dieser Abstieg ist nicht ganz so steil, wie der bei Teusajaure, aber dafür länger.
Länge: 17 km
Unterkunft: Vakkotavare (STF). Mit Proviantverkauf. Wie alle Hütten an Straßen besitzt diese Hütte keinen Notraum und ist ausserhalb der Saison komplett verschlossen.
Um die Wanderung auf dem Kungsleden fortzusetzen, besteigt man einen Bus in Richtung Gällivare und fährt mit diesem eine Weile bis nach Kebnats, von wo aus man mit dem Schiff zur Saltoluokta Fjällstation übersetzt.
Ausstieg: Singi - Nikkaluokta
Variante: Singi - Kebnekaise Fjällstation
Ein kurzes Stück geht es jetzt noch einmal hinauf, dann aber nur noch bergab. Die Station selber sieht man erst später, aber man kann schon lange vorher den Mobilfunkmast sehen, als besonderes Zeichen der Zivilisation.
Länge: 15 km
Unterkunft: Kebnekaise Fjällstation (STF). Es gibt (in Schwedens St. Moritz) eine Sauna, Hotelähnliche Unterkünfte und einfache Zimmer. Die Preise sind unverhältnismässig hoch, insbesondere in der kleinen Butik. Günstiger ist das Zelten rund um die Station, gestört durch exzessiven Helikopterverkehr und besoffene Bergsteiger. Auf den Kebnekaise werden täglich, falls das Wetter es zulässt, geführte Touren angeboten. Wer es selber versuchen will, kann sich meine Beschreibung des
Kebnekaise ansehen.
Variante: Kebnekaise Fjällstation - Nikkaluokta
Es geht auf einem fürchterlich steinigem Weg, der zudem auf etwa 3m Breite ausgetreten ist, durch das Ladtjovagge. Man hat eine Postkartenaussicht auf die Berge um die Station, wenn man zurücksieht. Nach etwa 8km könnte man in ein Boot steigen und sich soi 7km sparen, eigentlich lohnt es sich aber nicht. Nach einer Weile wird der lichte Fjällbirkenwald zu einem etwas dichteren mit Nadelbäumen durchsetzterem Wald. Am anderen Hafen kann man in einer Samenkåte Hamburger mit Rentierfleich essen. Für die eher langweiligen Strapazen kann man sich dann in Nikkaluokta mit einem Restaurantbesuch entlohnen, während man auf den Bus nach Kiruna wartet. Auf der gesamten Strecke gibt es unglaublich viele Zeltplätze.
Länge: 19 km
Unterkunft: In Nikkaluokta gibt es einen Hüttenverleih, ein Kaffee und einen kleinen Shop.
Höhenprofil
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