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Nordkalottleden: Abisko - Ritsem bzw. Vaisaluokta

Im Winter?

Weite Teile der zweiten Hälfte dieser Etappe sind nicht wintermarkiert. Das ist auch richtig so, denn im Winter ist diese Etappe sinnlos. Statt den Akkajaure aufwendigst zu Fuß zu umrunden, kann man ihn lieber gleich auf seinem Eis überqueren. So erspart man sich -auf dem Eisweg des Akkajaure- die gesamten regulierten (und damit potentiell unsicheren) Seen auf dieser Route. Die erste Hälfte von Abisko nach Hukejaure und Ritsem ist dagegen wintermarkiert und eine beliebte Skitour.

Abisko - Abiskojaure - Alesjaure - Tjäktja - Sälka

Dies ist ein Teil des Kungsledens. Um Doppelbeschreibungen zu vermeiden, findet sich eine Wegbeschreibung auf der Seite zum Kungsleden.
Länge: 15 + 20 + 13 + 12 km

Alternativen

Alternativen durch dieses Gebiet gibt es zuhauf, empfohlen sei dazu ein umfassendes Studium der Fjällkartan BD06.

Sälka - Hukejaure

Diese Tour führt aus der Hochfjällwelt um Sälka ohne grössere Höhenunterschiede in das etwas flachere Gebiet um Hukejaure. Diese Gegend ist die letzte Bastion des Schnees, so daß diese Tour nicht im Frühsommer begangen werden sollte. Nach einem kleinen Stück auf dem Kungsleden geht es durch das Cuhcavaggi in westlicher Richtung mit bester Aussicht zurück auf den Rabots Glaciär. Später muss ein Fluss durchwatet werden. Diese Watstelle ist nicht als schwer einzustufen. Manchen überkommt hier vielleicht das Bedürfnis, eine Tagestour von just diesem Ort zu machen. Dafür bietet sich der Gipfel Sälka an. Dies ist vom Kungsleden aus relativ schwierig, hier von hinten aber anspruchslos.
Nun hat man das westliche Ende des tiefen Cuhcavaggi erreicht und das Gelände hat hier eher den Charakter einer Hochebene, als solche kann die Orientierung bei schlechtem Wetter schlecht werden. Die Hukejaure-Hütten liegen etwa 3 km nach der Abzweigung nach Gautelis, dort gibt es aber auch einen Weg von Hukejaure selbst.
Länge: 20 km
Unterkunft: Hukejaure (STF)

Alternative: durch das Neskeatvagge [von Singi]

Diese Tour ist weder markiert noch deutlich ausgetreten. Man geht zur Brücke beim Samendorf und dort direkt durch das weite Tal. Lange geht es langsam bergauf, der letzte Aufstieg hat es aber in sich. Mit vorsichtiger Wegwahl tastet man sich an den Paß heran. Nach dem Pass geht es problemlos nach Hukejaure.
Länge: etwa 20 km (weglos).

Ausstieg oder Einstieg nach Ritsem

Dieser Abstecher eignet sich sowohl als Einstieg wie auch als Ausstieg. Es wäre so auch eine Rundtour möglich, also in Ritsem starten, über Hukejaure nach Vaisaluokta und mit dem Boot zurück nach Ritsem.

Hukejaure - Sitasjaure

Auf einem mässig ausgetretenen Wanderweg, der sich immer einmal wieder mit massig ausgefahrenen 4RadFahrzeugspuren/Motocrossradspuren paart geht man über die Hochebene. Es gibt hier viel Seen und am Guojujavri passiert man eine kleinere Samensiedlung. Nun ist der Weg fast geschafft und auf einmal ändert sich das Panorama. Das Akkamassiv drängt sich ins Blickfeld, ebenso der Sitasjaure und ... eine Starkstromleitung. Unter dieser läuft man hindurch und steht bereits auf dem Staudamm des Sitasjaure. Auf der anderen Seite des Dammes beginnt eine Straße, ausserdem stehen hier die Hütte Sitasjaure. Diese sollte mit der fast gleichnamigen Hütte auf dem Kungsleden nach Saltoluokta nicht verwechselt werden.
Im Winter ist (wegen der starken Einschränkung nördlicherer Gegenden) Hukejaure ein beliebtes Ziel für Schneeskoter, was den Winterwanderer stören könnte.
Länge: 19 km
Unterkunft: Sitasjaure (STF). Als Fjällstuga an einer Straße verfügt diese Hütte über keinen Winterraum und ist ausserhalb ihrer Öffnungszeiten mit Hüttenwart folglich nicht zu benutzen.

Sitasjaure - Ritsem

Die Straße von Ritsem nach Sitasjaure ist keine öffentliche Straße und mit einer kleinen Schranke abgesperrt. Für eine gemütliche Wanderung eignet sie sich trotzdem nicht. Beim Hüttenwart nachfragen hilft eventuell, eine Mitfahrgelegenheit aufzutreiben. Die Wanderung auf der Straße klärt man ansonsten in Rekordzeit. Im Winter ist die Strecke dafür ausgesprochen sportlich: Schwung holen in Sitasjaure, 3-4 Stunden später ohne / 2 Stunden später mit Anstrengung in Ritsem, da es im Prinzip jederzeit bergab geht.
Länge: 22 km
Unterkunft: Ritsem (STF), es gibt eine kleine Butik und eine Sauna, sowie Busverkehr nach Gällivare.

Alternative: Kungsleden Vakkotavare - Singi - Hukejaure

Für eine Rundtour eignet sich auch dieser Einstieg. Man spart die Straße nach Sitasjaure, dafür dauert es etwas länger.

Der Rest: Hukejaure - Vaisaluokta

Diesen Teil des Weges bin ich noch nicht so gegangen. Die Aussicht auf eine Menge Stauseen und viel Straße (aber sicher nicht sehr befahren) hat mich bislang abgeschreckt, speziell die Gegend im nördlichen Padjelanta Nationalpark und um Hellemobotn (durch den Rago Nationalpark) soll aber sehr nett sein. Wer dieses Teilstück angehen möchte, sollte mit dem Waten und dem Kompass ausgesprochen sicher sein.
Hier erfolgt nur eine neutrale Auflistung und ein Link zur (einzigen?) Originalbeschreibung: NOT   . Vom NOT (einem Teilverein des DNT) werden auch die Hütten, nahezu alle verschlossen mit dem DNT-Schluüssel, betrieben.
Hukejaure - Gautelis17 km
Gautelis - Skoaddejavre17 km
Skoaddejavre - Sitashytta22 km
Sitashyttene - Pauro23 km
Pauro - Røysvatn28 km
Røysvatn - Vaisaluokta55 km
Alternative: Røysvatn - Hellemobotn35 km
Alternative (forts.): Hellemobotn - Vaisaluokta40 km