Staloluokta (Vaisaluokta / Ritsem) - Sulitjelma
Zwischen Vaisaluokta und Staloluokta verläuft der Nordkalottleden identisch mit dem Padjelantaleden. Für nähere Beschreibung siehe dort.
In Staloluotka teilt sich der Nordkalottleden in zwei Wege. Der eine führt ins schwedische Kvikkjokk, der andere ins norwegische Sulitjelma. Statt sich zu entscheiden, kann man auch beide kombinieren und zuerst nach Sulitjelma laufen und dann über Pieskehaure zurück nach Kvikkjokk.
Statt auf der letzten Etappe zu Fuß nach Vaisaluokta zu gelangen, kann man in Ritsem einsteigen und mit der Fähre übersetzen, das empfiehlt sich auch für diejenigen, die den gesamten Nordkalottleden wandern, da die dritte und vierte Etappe zusammen vielleicht Lebensmittelnachschub erfordern.
Vaisaluokta - Kutjaure - Låddejåkk - Arasluokta - Staloluokta
Dieses Stück ist iddentisch zum Padjelantaleden. Siehe dazu
Padjelantaleden.
Länge: 62 km
Staloluokta - Ståddajåkka
Etwa zwei Kilometer lang folgt man dem Padjelantaleden, dann biegt man westlich ab. Es geht ein wenig bergauf, Ståddajåkka ist aber schnell erreicht. Wer sich nicht bereits in Staloluokta für den Padjelantaleden entschieden hat, muss es jetzt tun - nach Sulitjelma oder nach Kvikkjokk? Beide Wege gehören aber offiziell zum Nordkalottleden. Mein Rat: Auf nach Sulitjelma! Von dort kann man zurück nach Kvikkjokk gehen, was die Abreise vereinfacht und die Tour netterweise verlängert. Der Weg von Staloluokta nach Sulitjelma ist aber eindeutig der schwierigere.
Länge: 12 km
Übernachtung: Ståddajåkka (BEF)
Nach Sulitjelma
Ståddajåkka - Sårjåsjaure
Zuerst wird auf einer Brücke ein Fluss überquert. Mit dieser Brücke muss man etwas aufpassen: Spitze Eisendrähte/Nägel stehen überall hervor (Rache ist süß, an dieser Brücke habe ich mir einmal eine 2cm tiefe Wunde gerissen, also musste das geschrieben werden). Der weitere Weg ist nicht spektakulär, bis man kurz vor der kleinen Hütte steht. Der Sårjåsjaure ergiesst sich in einer sagenhaften Bergkulisse mit einem kleinen Wasserfall in einen Fluss. Der See hat ferner einen ausgeprägten Sandstrand direkt neben der Hütte.
Länge: 6 km
Übernachtung: Sårjåsjaure (STF), es gibt kein Brennholz und keinen Hüttenwart, sie ist eher im Bereich Windschutz anzusiedeln, Übernachtung ist aber gestattet. Die Hütte ist eine der schönsten und leider auch verfallensten STF-Hütten überhaupt. Früher trug sie den Namen "Konsul Persson Stuga", sie ist ein Geschenk an den STF.
Sårjåsjaure - Sorjushytta
Schweren Herzens nimmt man Abschied von der Hütte und wandert entlang des Sårjåsjaure in Richtung Norwegen. Kurz nachdem man Schweden verlassen hat, gelangt man zu einem Fluss, der durchwatet werden muss. Gerüchten zufolge soll hier eine Brücke gebaut werden. Das wäre sehr gut, da die Watstelle bei hohem (Gletscher-)Wasserstand problematisch sein kann. Bei meinem letzten Besuch (2005) befand sich aber keine Brücke an diesem Platz. Nun rundet man einen kleinen Berg und steht mitten in der ultimativen Hochfjällwelt von Sulitjelma, Blåmannsisen und Sorjos.
Länge: 10 km
Übernachtung: Sorjushytta (DNT/SOT, DNT-Standardschlüssel). Die Haupthütte ist im Winter 2006 von einem Sturm weggeblasen worden, aber bereits im Sommer wieder aufgebaut worden.
Einfachere Alternative?
Siehe unten: Pieskehaure-Sutlitjelma!
Sorjushytta - Ny Sulitjelma Fjellstue - Sulitjelma Ort
Der folgende Aufstieg hat es in sich. Bei früher Tour kann der Weg über die Schneefelder unmöglich sein, ebenso ist schlechtes Wetter nicht von Vorteil. In diesem Fall ist für weniger Erfahrene die untere Alternative sinnvoller. Jedenfalls geht man direkt von der Hütte um den See, durchläuft das Schneefeld, was normalerweise den Fluss umgibt und steigt über weitere zum Teil steile Schneefelder auf. Der erste See ist erreicht, ein weiterer Pass und der Storevvatnan ist erreicht. Nun ist es nur noch ein Katzensprung zur Hütte. Die ausgesprochen geräumige und komfortable Hütte des SOT liegt nicht im Ort, sondern etwa 600 Höhenmeter über ihm. Zum Ort selbst gelangt man auf einer Schotterpiste. Von Sulitjelma aus fahren Busse nach Fauske.
Länge: 12 km + 4 km
Übernachtung: Ny Sulitjelma Fjellstue (DNT/SOT, DNT-Standardschlüssel), Jakobsbakken Campinghütten, Sulitjelma Hotel
Tagestour für Alpinisten: Sulikongen (1907m) und Blåmannsisen
Wer im Umgang mit Gletschern etwas versierter ist, wird bereits beim Ansehen einer Karte, das Seil zücken über den Anblick dieser riesiger Eismassen. Eine Tour auf den Suliskongen kann sowohl von Ny Sulitjelma wie auch von der Sorjushytta gemacht werden (und als hoher Übergang?). In wieweit man von Pieskehaure über Miehtjerbaktte auf diesen Berg gehen kann, ist mir aber nicht bekannt (? bitte melden, falls es einer weiss, würde ich dann selber gehen wollen).
Weitere Informationen

auf norwegisch mit Karte.
Alternative/Rundweg: Ny Sulitjelma Fjellstue- Pieskehaure
Dieser Weg kann mit dem Weg über Sorjusjaure eindeutig nicht mithalten, auch wenn man eine tolle Aussicht auf das Eis Salajiegna hat. Auf der Südseite des Låmivatnet befindet sich ein markierter Weg, auf der Nordseite ist er dagegen nur auf norwegischer Seite markiert (aber nicht in der Karte BD9 eingetragen).
Länge: ca 28km
Übernachtung: Lomihytta (DNT/SOT, nach4km), Muorkihytta (DNT/SOT) und Pieskehaure (STF)
Nach Kvikkjokk
Diese Strecke wurde früher manchmal auch "Großer Padjelantaleden" genannt.
Ståddajåkka - Pieskehaure
Direkt am Fluss entlang geht es durch ein ausgesprochen tiefes und langes und einsames Tal. Der Eindruck, den man hier erhält ist sehr imposant. Später geht es wieder bergab. Hier stand einmal die sogenannte Varvekstugan, diese ist aber abgerissen worden. Weiter gehts -mit bester Aussicht auf die Sulitelma-Gletscher und dann auch auf den Pieskehaure- zur Hütte.
Länge: 28 km
Übernachtung: Pieskehaure (STF)
Pieskehaure - Vaimok
Nur schwer fällt der Abschied von Pieskehaure, aber es geht einsam weiter. Auf einer Hocheben wandert man langsam aber stetig zur Hütte von Vaimok (meines Wissens eine der schwedischen Hütten mit den wenigsten Übernachtungen). Wer zelten möchte, sollte aufpassen, rund um die Hütte ist es schlecht mit Plätzen für das Zelt.
Länge: 16 km
Übernachtung: Vaimok (STF)
Vaimok - Tarrekaise
Entlang winiger Seen nimmt der Weg langsam Abschied vom baumlosen und kargen Fjäll. Es wird noch ein Windschutz erreicht und schon erreicht man den Wald des Tarradalens. Kurz vor der Brücke über den Tarrätno befindet sich mit der Tarraälvshyddan ein richtig altes Bauwerk. Und schon hat man den Padjelantaleden wieder erreicht.
Länge: 22 km
Übernachtung: Tarrekaise (STF)
Tarrekaise - Kvikkjokk
Dieses Stück ist wieder identisch zum Padjelantaleden. Siehe dazu
Padjelantaleden.
Länge: 22 km + Boot
Weiter gehen?
Wer jetzt noch immer Lust hat weiterzuwandern, kann dies auf dem Kungsleden (ab Kvikkjokk), auf der Nordlandsruta (ab Sulitjelma) oder ab Pieskehaure über Mavas, ... , tun. Interessante Anregungen und Erweiterungen im Stil des Nordkalottledens können der pdf-Karte
Nördliches Fjäll entnommen werden.