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Padjelantaleden - Die Tour

Anders als beim Kungsleden ist beim Padjelantaleden nicht geklärt, welche Richtung die "Hauptwanderrichtung" ist, es ist eigentlich ziemlich egal, man muss es nur seiner An- und Abreise geschickt anpassen.
Update 12/06: Samische Rechtschreibungsreform normalisiert, aber alte Namen weiterhin genannt!

Ritsem - Akka/Vaisaluokta

Im Sommer legt man diese Strecke mit dem STF-Boot "MS Storlule" zurück. Das Boot legt in Ritsem ab, hält dann immer in Akka, bzw. im Hafen Änonjalme, von wo die Hütten etwa 2 km entfernt sind, und manchmal setzt das Boot dann nach Vaisaluokta fort. Dann fährt es wieder in den Hafen von Ritsem zurück. Im Winter hat man eine längere Strecke auf einem markierten Weg über das Eis vor sich. Dieser See ist ein Stausee, weswegen das Eis an einigen Stellen nicht sehr fest ist, so daß man nur auf diesem markierten Weg fahren sollte.
Unterkunft: je nachdem: Vaisaluokta oder Akka (beide STF).

Áhkka - Gisuris (war: Akka - Kisuris)

Es ist eine einfache Etappe durch einen lichten Birkenwald. Das erste Highlight ist die Überquerung des Vuojatädno, einem reissenden und breitem Fluss, auf einer riesigen Hängebrücke. Kurz vor Kisuris erreicht man den Ort "Treparksmöte", wo sich die drei Nationalparke Stora Sjöfallet, Padjelanta und Sarek an einem Punkt treffen. Dann muss man steil bergauf. Im Winter sollte man deshalb anders fahren, dazu unten mehr. Während der ganzen Etappe hat man eine grandiose Aussicht auf das Akkamassiv. Dies ist nicht Schwedens höchster Berg, aber der mit größten Höhenunterschied zum umliegenden Land.
Länge: 14 km (+2 von Änonjalme)
Unterkunft: Gisuris (BEF)

Gisuris - Låddejåhkkå (war: Kisuris - Låddejåkka)

Diese Etappe geht so weiter wie die letzte.
Länge: 23 km
Unterkunft: Låddejåhkkå (BEF).

Alternative: Vaisaluokta - Kutjaure

Ein kurzes Stück geht man parallel zum Ufer durch das Samendorf. Dann geht es steil bergauf und kurze Zeit später steht man schon im Kahlfjäll. Während dieses Aufstieges hat man eine herrliche Aussicht auf die künstlichen Ufer des Akkajaure. Dort oben erscheint ein See und es sieht aus wie auf dem Mars. Neben dem See steht auch ein Windschutz. Nach einem kleinen Abstieg und einer Zeit entlang eines Rentierzaunes erreicht man die Hütte direkt am See.
Länge: 18 km
Unterkunft: Kutjaure (STF), am See gibt es auch ein Fischercamp.

Alternative (forts.): Kutjaure - Låddejåhkkå

Die beiden Brücken dieser Etappe entschädigen für die entgangene Brücke über den Vuojatätno! Mehrere baufällige Hängebrücken muß man überqueren und dann steht man nach einer längeren Etappe wieder auf dem Hauptweg und mitten im Birkenwald.
Länge: 19 km
Unterkunft: Låddejåhkkå (BEF).

Alternative im Winter: Akka - Kutjaure

Im Winter empfiehlt es sich, den markierten Winterweg bis zum Kutjaure-See zu nehmen und von dort ohne Weg zur Kutjaure-Hütte zu fahren, weil die Kisurishütten einfach unpraktisch liegen zum Skifahren. Das Gelände ist leicht zu übersehen und die Orientierung sollte nicht schwer sein. Im Sommer klappt diese Möglichkeit verständlicherweise nicht, da man nicht über Seen wandern kann.
Länge: etwa 20 km
Unterkunft: Kutjaure (STF).

Låddejåhkkå - Arasluokta

Auf dieser Etappe überquert man einen Bergrücken, nachdem man auf einer Brücke kurz nach den Hütten den gleichnamigen Fluß überquert hat. Dieser Pass ist nicht sehr hoch, aber wenn es weht, kann das sehr unangenehm sein. In Arasluokta steht eine Kirchenkåta. Selten (etwa einmal im Jahr) soll hier ein Gottesdienst stattfinden.
Länge: 13 km
Unterkunft: Arasluokta (BEF), geringfügig Proviant.

Arasluokta - Stáloluokta (war: Arasluokta - Staloluokta)

Diese Etappe besticht durch die Aussicht auf den Virihaure. Da fällt es kaum auf, daß man eine Weile bergauf gehen muss. In Staloluokta schliessen sich auch mehrere Tourenalternativen an. Geht man von hiern nach Westen nach Staddajakka so kann man in Richtung Sulitjelma(No) fortsetzen, oder aber über Pieskehaure und Vaimok bei Tarrekaise wieder auf den Original-Padjelantaleden zurückkehren.
Länge: 12 km
Unterkunft: Stáloluokta(BEF), es gibt eine Sauna, Licht im Aufenthaltsraum und zwei Kisoske im Dorf. Von hier aus oder nach hier kann man auch mit dem Hubschrauber von Kvikkjokk oder Ritsem aus fliegen.

Stáloluokta - Duottar (war: Staloluokta - Tuottar)

Auch hier besteht zu Anfang eine tolle Aussicht über den Virihaure. Diese Etappe führt oftmals durch schlechtes Wetter. Kurz vor Tuottar liegt eine echte, jedoch sehr einfache Watstelle. Anfänger können hier recht gefahrlos ein Gefühl fürs Waten bekommen. Im Frühsommer kann es dagegen schwer sein. Das weiß man nie und kann es nie vorhersagen...
Länge: 18 km
Unterkunft:

Duottar - Darreluoppal (war: Tuottar - Tarrasluoppal)

Diese recht leichte Etappe führt den Wanderer zuerst über eine Hochebene. Nach einer Weile hat man einen höchsten Punkt erreicht (etwa 950m) und muß eine ganze Weile nur noch bergab gehen. Man überquert eine Brücke und steht den Tarrasluoppalhütten, welche etwa auf der Baumgrenze liegen, so daß diese Etappe die letzte im Kahlfjäll ist.
Länge: 11 km
Unterkunft: Darreluoppal (BEF).

Darreluoppal - Såmmarlappa

Durch lichten Fjällwald geht es am ??? entlang. Dieser Fluss wird den Wanderer bis Kvikkjokk begleiten. Es müssen einige Flüsse durchwatet werden. Normalerweise sind sie nicht sehr schwierig. Im Tal dieses Flußes habe ich bereits seltene Tiere und/oder Spuren von ihnen gesehen.
Länge: 13 km
Unterkunft: Såmmarlappa (STF), Proviantverkauf.

Såmmarlappa - Tarrekaise

Und weiter durch den Fjällbirkenwald. Kurz vor Tarrekaise trifft man wieder auf die oben angesprochene Alternative.
Länge: 13 km
Unterkunft: Tarrekaise (STF).

Tarrekaise - Njunjes

Dies ist eine sehr kurze Etappe, jedoch etwas unangenehm durch den Abstieg. Bei Njunjes erreicht man übrigens die Kiefernwaldgrenze. Das heisst, dass ab hier der Birkenwald mit Kiefern durchsetzt ist.
Länge: 6 km
Unterkunft: Njunjes (STF).

Njunjes - Kvikkjokk

Diese Etappe ist schnell gegangen, da der Weg durch die Fahrzeuge der Bewohner der einsamen Bauernhöfe in schöner Breite ausgetreten ist. Man muß den Fahrplan des Boottransfers nach Kvikkjokk, speziell bei einer Hüttentour, allerdings beachten, sonst steht man auf dem Trockenen. Es wird in einzelnen Führern erwähnt, man könne auch zu Fuß nach Kvikkjokk kommen. Das stimmt so nicht, man kann sich lediglich ein paar Kilometer weiter mit dem Boot abholen lassen. Meines Erachtens hat das seit Jahrzenten keiner mehr getan und es ist sicher sehr sumpfig. Daher lautet meine Empfehlung, hier das Boot zu nehmen, zumal die Bootsfahrt interessant ist und der Preis akzeptabel. Wer dennoch Lust hat, das Delta von Kvikkjokk zu erkunden, kann sich in der Fjällstation ein Kanu mieten oder bei Faulheit den Kapitän um einen Preisvorschlag bitten. Speziell bei Hochwasser ist das Delta ein echtes Erlebnis und die Chance, Elche und andere Tiere zu sehen, sind relativ hoch.
Länge: 16 km (+ 6 km Boot)
Unterkunft: Neben der Fjällstation gibt es eine Reihe von Unterkünften.